IN BEZIEHUNG SEIN

In Beziehungen spielt oft nicht nur Liebe, sondern auch sehr viel Angst mit.

Aus Angst vor wirklicher Intimität und Nähe – die auch ein gewisses Mass an Verletzlichkeit mit sich bringt, würde man sie zulassen – beginnen sich Mann und Frau bewusst oder auch sehr unbewusst zu schützen. Der Mann versucht zu dominieren und die Frau zu manipulieren. Ganz oft.

Ich begriff, dass es um Macht geht und nicht um Lust“, habe ich irgendwo gelesen.

Ich habe das in Begegnungen mit Männer auch sehr oft so erfahren und manchmal erst im Nachhinein begriffen, dass in diesen Begegnungen nie wirkliche Nähe stattgefunden hat, aber ganz viel Spiel und Kampf um Nähe und Distanz.

In der Angst gesehen und verletzt zu werden, in Argumentationen um Freiheit und commitment, haben sich beide irgendwie verloren, um dann alleine den Weg weiter zu beschreiten.

Erleichtert darüber, möglichst glimpflich davon gekommen zu sein und doch mit dem schalen Nachgeschmack, es nicht wirklich versucht zu haben.

Wärst du heute am Ende deines Lebens angelangt, könntest du sagen, du hast es wirklich versucht?

Oder würdest du merken, nie wirklich gelebt zu haben. Würdest du feststellen, dich nie eingelassen zu haben auf einen anderen Menschen, in einer Partnerschaft, in Freundschaften, auf dich selbst und auf das Leben.

Zwar noch mal gut davon gekommen zu sein, mit ein paar blauen Flecken vielleicht – aber es nicht wirklich versucht zu haben. In Beziehung zu sein. Mit einem Gegenüber, mit dir selbst und mit dem Leben.

 

 

beziehung

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