DIE FALSCHE ZURÜCKHALTUNG UND ANERZOGENE BESCHEIDENHEIT DER FRAU

Was mir immer wieder begegnet, in mir selbst und bei Frauen, die ich kenne oder begleite: Wir sind sehr bescheiden, angenehm zurückhaltend und unglaublich verständnisvoll.

Wenn ich Frau frage, ob sie sich von ihrem Mann gesehen oder unterstützt fühlt, dann folgt in vielen Fällen ein schüchternes Lächeln, der Blick wendet sich ab und Sätze wie: „Es geht, aber er arbeitet so viel. Er macht schon so viel. Ich kann doch nicht…“

Viele Frauen haben tief in sich das Gefühl gespeichert, dem Mann nichts zumuten – sich selbst nicht zumuten – zu dürfen. Zu viel zu sein, mit ihren Wünschen oder in ihrer Emotionalität. Die Angst und vergangene Erfahrungen zu viel zu sein, unangenehm, unangebracht, sitzt tief.

Evolutionär betrachtet, steht die Angst vor Verlust und vor dem Alleingelassen werden damit in Verbindung, dass Frauen früher, ohne den Mann nur schwer überlebensfähig waren. Eine schwangere Frau, die vom Mann verlassen wurde, war manchmal dem Tode geweiht und auch heute noch ist Frau oft auf irgendeine Art und Weise abhängig vom Mann.

Viele von uns werden zudem in ihrer Kindheit gelehrt nicht wütend zu sein; sei brav, sei anständig. Vater ist schon so müde von der Arbeit, sei ein liebes Kind. Und wenn der eigene Mann später von der Arbeit kommt, sind wir fast automatisch wieder das kleine Kind, das lieb und brav sich selbst zurück hält.

Wir werden geliebt, wenn wir uns anpassen und dann sind wir nicht alleine.

Also hält Frau sich zurück, äussert ihre Bedürfnisse oder ihre Unzufriedenheit, Kritik oder Wut nur selten oder ungern. Was dadurch passiert? Alle Energie, die sie zurückhält, zum Beispiel indem die Wut nicht gelebt, Bedürfnisse nicht kommuniziert, Hilfe nicht erbeten wird … wendet sich nach innen. Im Inneren sammelt sich die ganze Wut und alle ungelebten Bedürfnisse, Wünsche und Träume.

Um all das nicht fühlen zu müssen, wird die Schutzmauer aus Verständnis und Kondition, aus Zurückhaltung und Bescheidenheit immer dicker gebaut, bis Frau ausser der Bedürfnisse der anderen gar nichts mehr fühlt.

Oder in eine Erschöpfung fällt, aus der sie nur noch schwer alleine herausfindet. Und selbst dann macht sie weiter, lebt im Aussen ihr Frausein, ohne eine Verbindung mit ihrem Inneren zu fühlen. Ich bin müde. Ich fühle mich leer. Ich weiss nicht, was ich will, sind dann Antworten auf die Frage nach ihrem Empfinden. Würde man sie nach dem Empfinden ihres Mannes oder der Kinder fragen, würde sie sehr wahrscheinlich besser Bescheid wissen.

Heute habe ich eine Frau gemalt: Lilith, die Unangenehme, die Wütende wollte ich sie zuerst nennen. Aber beim Malen nannte sie mir ihren wirklichen Namen: Ich, die Ehrliche.

Die Wahrhaftige, die in Verbindung mit ihrem Herzen und ihrer Sexualität steht, tief verankert in ihrem Körper, in Verbindung mit ihren Gefühlen und Bedürfnissen und darüber hinaus mit einer Macht, die ihr menschliches Dasein weit übersteigt.

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Gerne begleite ich dich – online oder offline – nach innen, zu deinen Schutzmauern, zu vergrabenen Gefühlen und ungelebten Bedürfnissen, zu Wut und Trauer und immer zurück in deine Kraft, die das menschliche Dasein weit übersteigt.

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