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DER VOLLE MOND – DIE KRAFT DER FRAU

Diesen Vollmond habe ich vor allem im Becken gespürt. Voll und ganz und tief hat er seinen Platz eingenommen und sich ausgebreitet.


Und das war und ist auch seine Botschaft: Fürchte dich nicht vor deiner Grösse und Tiefe und halte deine Kraft nicht zurück. Sei voll und ganz du selbst, so wie ich am Himmel in meiner Grösse leuchte.
Der volle Mond hat sich in mir im Becken gezeigt; in meiner Gebärmutter bis zu den Eierstöcken hat er sich sanft und dennoch kraftvoll ausgebreitet.


Dort liegt die Kraft der Frau, tief in ihrem Becken. Oft schlummert, schläft sie, kaum wahrnehmbar – wurden wir verletzt, unterdrückt und halten uns selbst auch gerne klein. Denn Gross-Sein in all seinen Formen und Farben hat seinen Preis; nicht alle Menschen werden bleiben, nicht alle werden uns verstehen.


Aus Angst zu viel zu sein und Menschen zu verlieren, nehmen wir uns gerne zurück, machen uns klein und zeigen uns von der angepassten Seite, lächeln verständnisvoll und wohlwollend und überlassen den Raum gerne dem Gegenüber (und auch immer wieder dem Mann, den Männern an unserer Seite.)


Die Angst macht klein, hält zurück, die Energie kann nicht vom Herzen ins Becken fliessen und sich von dort nicht in seiner vollen Kraft in der Welt manifestieren. Die Angst verur-teil, vergleicht, zieht vom Innen nach Aussen, ist immer auf der Hut: In der Angst können wir nie entspannt und vertrauensvoll loslassen und tiefer sinken, dorthin wo unsere Kraft darauf wartet, gelebt zu werden.


Ich habe geträumt, wie ich schwanger bin, kurz vor dem Gebären und gleich danach, wie ich in einem Atelier Bilder produziere, male, drucke, zeichne – zwei so unterschiedliche und doch in ihrer Essenz ähnliche Möglichkeiten, wie Frau gebären kann: In Bildern, in Worten, in Gesten, im Tanz … und durch die Kinder, die durch die Frau auf diese Welt kommen.


Der volle Mond sprach zu mir in Bildern, er erzählte von Fülle, prall und voll, wie er am Himmel steht; er sprach von einer Grösse und der sanften, aber dennoch bestimmten Kraft, die uns allen innewohnt, aber so oft versteckt bleibt, ungelebt, ungefühlt, verdeckt von Scham und Angst und falscher Zurückhaltung.
Und so leite ich die Worte des vollen Mondes an dich weiter: Sei einfach; ganz und prall und voll du selbst und breite dich aus, so wie sich die Mondin in deinem Becken ausbreiten möchte; kraftvoll-stark, weiblich sanft. Kümmere dich um deine Angst und lasse dich nieder, in deinem Becken und von dort aus gebäre und verschenke dich selbst der Welt.

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Gerne kümmere ich mich mit dir um deine Angst, erforsche deine Kraft und entdecke mit dir längst vergrabene Träume und Visionen. In einer ersten Tarot-Beratung schauen wir, wo du stehst, was dich blockiert und erforschen (neue) Wege dich voll und ganz zu fühlen und zu leben, mit allem, was sich durch dich zeigen will. In weiterführenden Sitzungen bewegen wir die festgefahrenen Energien und blockierten Gefühle durch Körperarbeit, Gesprächs- und Kunsttherapie und schamanische Zugänge. Melde dich gerne für ein erstes, kostenloses Erstgespräch unter 076 393 93 28 / lbianchi000@gmail.com.


DIE FALSCHE ZURÜCKHALTUNG UND ANERZOGENE BESCHEIDENHEIT DER FRAU

Was mir immer wieder begegnet, in mir selbst und bei Frauen, die ich kenne oder begleite: Wir sind sehr bescheiden, angenehm zurückhaltend und unglaublich verständnisvoll.

Wenn ich Frau frage, ob sie sich von ihrem Mann gesehen oder unterstützt fühlt, dann folgt in vielen Fällen ein schüchternes Lächeln, der Blick wendet sich ab und Sätze wie: „Es geht, aber er arbeitet so viel. Er macht schon so viel. Ich kann doch nicht…“

Viele Frauen haben tief in sich das Gefühl gespeichert, dem Mann nichts zumuten – sich selbst nicht zumuten – zu dürfen. Zu viel zu sein, mit ihren Wünschen oder in ihrer Emotionalität. Die Angst und vergangene Erfahrungen zu viel zu sein, unangenehm, unangebracht, sitzt tief.

Evolutionär betrachtet, steht die Angst vor Verlust und vor dem Alleingelassen werden damit in Verbindung, dass Frauen früher, ohne den Mann nur schwer überlebensfähig waren. Eine schwangere Frau, die vom Mann verlassen wurde, war manchmal dem Tode geweiht und auch heute noch ist Frau oft auf irgendeine Art und Weise abhängig vom Mann.

Viele von uns werden zudem in ihrer Kindheit gelehrt nicht wütend zu sein; sei brav, sei anständig. Vater ist schon so müde von der Arbeit, sei ein liebes Kind. Und wenn der eigene Mann später von der Arbeit kommt, sind wir fast automatisch wieder das kleine Kind, das lieb und brav sich selbst zurück hält.

Wir werden geliebt, wenn wir uns anpassen und dann sind wir nicht alleine.

Also hält Frau sich zurück, äussert ihre Bedürfnisse oder ihre Unzufriedenheit, Kritik oder Wut nur selten oder ungern. Was dadurch passiert? Alle Energie, die sie zurückhält, zum Beispiel indem die Wut nicht gelebt, Bedürfnisse nicht kommuniziert, Hilfe nicht erbeten wird … wendet sich nach innen. Im Inneren sammelt sich die ganze Wut und alle ungelebten Bedürfnisse, Wünsche und Träume.

Um all das nicht fühlen zu müssen, wird die Schutzmauer aus Verständnis und Kondition, aus Zurückhaltung und Bescheidenheit immer dicker gebaut, bis Frau ausser der Bedürfnisse der anderen gar nichts mehr fühlt.

Oder in eine Erschöpfung fällt, aus der sie nur noch schwer alleine herausfindet. Und selbst dann macht sie weiter, lebt im Aussen ihr Frausein, ohne eine Verbindung mit ihrem Inneren zu fühlen. Ich bin müde. Ich fühle mich leer. Ich weiss nicht, was ich will, sind dann Antworten auf die Frage nach ihrem Empfinden. Würde man sie nach dem Empfinden ihres Mannes oder der Kinder fragen, würde sie sehr wahrscheinlich besser Bescheid wissen.

Heute habe ich eine Frau gemalt: Lilith, die Unangenehme, die Wütende wollte ich sie zuerst nennen. Aber beim Malen nannte sie mir ihren wirklichen Namen: Ich, die Ehrliche.

Die Wahrhaftige, die in Verbindung mit ihrem Herzen und ihrer Sexualität steht, tief verankert in ihrem Körper, in Verbindung mit ihren Gefühlen und Bedürfnissen und darüber hinaus mit einer Macht, die ihr menschliches Dasein weit übersteigt.

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Gerne begleite ich dich – online oder offline – nach innen, zu deinen Schutzmauern, zu vergrabenen Gefühlen und ungelebten Bedürfnissen, zu Wut und Trauer und immer zurück in deine Kraft, die das menschliche Dasein weit übersteigt.

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– ZEITQUALITÄT – TIEFGANG –


Diese besondere Zeit lässt tief blicken, tief fühlen, tief berühren.So tief, dass es schmerzt oder Angst machen kann.Tiefgang ist die Qualität der jetzigen Zeit.


Wir wollen viel wissen, verstehen, heilen und er-lösen, aber an einem Punkt bleiben wir gerne stehen, drucksen rum, lenken uns ab, wenden uns lieber wieder der Sonne zu.


Das ist unser Recht, meines und deines. So tief zu gehen bis du im Schlamm stecken bleibst und dir lieber wieder eine Pause gönnst.


Atme und geh tiefer, rate ich mir und dir.


Freiwillig oder vom Leben gedrängt, bist du schon so weit gekommen – ohne, dass es etwas zu erreichen gibt.


Geh tiefer, ist mein Rat, so tief dass du dich verirrst und verlierst, bis du vor Angst zitterst oder erstarrst und in deinem eigenen Sumpf von alten Glaubensmustern, Ängsten und Sehnsüchten zu ertrinken drohst.


Dort unten, ganz tief in und um dich, dort, wo du kaum atmen kannst, am Grund des Sees, am Ursprung unseres Urschmerzes, sind wir alle gleich.


An diesem tiefsten Punkt der Trennung, des Verrats, der Ablehnung, des Missbrauchs, der Einsamkeit … sind wir gleich viel – wertlos wertvoll – eins, mit uns selbst und mit dem Leben.


Der tiefsten Dunkelheit entspringt auch das hellste Licht.


Deshalb mein Rat: Geh tiefer und immer tiefer.

Gerne begleite ich dich ein Stück auf deinem Weg.Einzelbegleitung für 30, 60, oder 90 Tage, in Einbezug von Ritualen, Tarot, Körperarbeit, Kunsttherapie, mit oder ohne Pflanzenmedizin – online und/oder offline.


Mehr Infos folgen bald – wenn du neugierig bist und mehr Infos magst oder gleich einsteigen willst, melde dich gerne unter 076 393 93 28 oder lbianchi000@gmail.com.

Ich freue mich auf dich!

FEINFÜHLIGKEIT – TRAUMA – ZWEIFEL

Wenn sich zu einer ausgeprägten Feinfühligkeit ein Kindheitstrauma gesellt, das darauf beruht, nicht in dieser Feinheit gesehen, beschütz, behütet und gefördert worden zu sein, dann orientiert sich das Kind und später der Erwachsene oft mehr am Gegenüber, als am eigenen Empfinden. 

Es fühlt mehr das Aussen als sein Inneres. Gleichzeitig fühlt es sich falsch und fremd und isoliert und ein Weg aus der Isolierung ist sich anzupassen an das Umfeld – was dem Kind durch seine Feinfühligkeit wunderbar gelingt, weil es die Personen fühlen und lesen und so reagieren kann, wie es sich das Gegenüber wünscht. 

Als Erwachsene/r wird es zur (Lebens-)Aufgabe sich selbst fühlen zu lernen und die Bedürfnisse der anderen nicht automatisch vor die eigenen zu stellen. Herauszufinden, welcher Impuls aus dem Inneren und welcher vom Aussen kommt. 

Und wenn der eigene Weg als Erwachsene/r vielleicht ein bisschen unkonventionell, oder sicher ganz anders als der der Eltern und Grosseltern wird, dann fehlt zusätzlich Schutz und Stütze der ganzen Ahnenlinie – eine stabile (energetische) Basis, auf dem sich Vertrauen in sich selbst und in den eigenen Weg ausbilden kann. 

Viele, die ich kenne und begleite – und auch ich selbst – haben ihren bisherigen Weg so oder ähnlich erlebt. 

Ich selbst bin eine Zweiflerin. Es gibt Tage, da zweifle ich an allem und jedem und natürlich auch an mir selbst. Ich zweifle an meinem Weg, an meinen Gaben, an meinem Wohnort, an Beruf und Berufung, an Beziehungen und Freundschaften. 

Lange und immer wieder habe ich mir gewünscht, geradlinig zu sein, entschieden, entschlossen, entscheidungsfreudig. Aber auf ein Ja folgt trotzdem meist früher als später ein Aber. Oder ein Nein, auf das wieder ein Ja folgt undsoweiter. 

Ich bin in vielen Feldern zu Hause, vernetzt und verankert und ich kenne alle möglichen Polaritäten in und um mich. 

Meine Energien sind oft zerrissen-zerstreut in alle Himmelsrichtungen und manchmal kostet es mich Zeit und Energie mich wieder zusammenzusammeln und zu spüren: das, hier und jetzt, das bin, das fühle ich. 

Das ist Fluch und Segen zugleich, weil ich mich schnell in dein Energiefeld einklinken und dich dort fühlen und sehen kann. Aber mich manchmal auch verliere in einem Gegenüber. 

Ich habe lange geglaubt, ich sei falsch damit, in einer Zeit und Gesellschaft der Schnelllebigkeit und Zielstrebigkeit, in der alles klar und eindeutig und schnell entschieden werden muss. 

Heute, wie ich hier sitze, mit meinem Tee in der Hand, leiser Musik und einer Kerze im Hintergrund, weiss ich, dass ich und alles genauso richtig ist. Ich sehe die Zusammenhänge und ich spüre die Kraft, die auch im Zweifel steckt.

Diese Kraft, die im Feinen, Unbestimmten schlummert, das abwartet und abwägt und sehr viel fühlt und wahrnimmt, die nicht nur das Eine, sondern auch das Viele kennt.

Mir wurde immer wieder gesagt, ich müsse mich besser abgrenzen und schützen und manchmal ja, stimmt das wohl und ich schliesse auch das nicht aus. 

Aber trotzdem bin ich ganz oft grenzenlos, in alle Richtungen zerstreut, mit unzähligen Möglichkeiten und auch Feldern und Sphären verbunden und in dieser Weite verliere ich mich und genau dort finde ich mich auch immer wieder, in unzähligen Schattierungen und Möglichkeiten, die das Leben ist. 

Das ist manchmal anstrengend, gewiss, für mich selbst und für meine Nächsten, aber es ist auch Gabe und Fülle zugleich. 

Ich habe gelernt auf mich selbst zu achten, mich zurückzuziehen, um mich wieder zu sammeln, nicht viele Menschen gleichzeitig zu treffen und mich auch wieder aus Feldern von Menschen zurückzuziehen und ja, mich auch abzugrenzen. 

Yoga hilft und Atmen, Malen und Meditation, die Natur und vor allem die Bäume. Und die sagen mir immer wieder: du bist wunderbar und genau richtig, so wie du bist. 

Und falls du heute an dir zweifelst und dich verloren fühlst und falsch, dann flüstere ich die Botschaft der Bäume an dich weiter: Du bist wunderbar und genau richtig, so wie du bist. 

Fühl dich umarmt, feinfühlige/r Zweifler/in und wenn du mir mit (und anderen feinen Seelen) Yoga machen und Atmen, oder dich von mir mal fühlen und sehen magst in einer Einzelsitzung, dann melde dich gerne.

Tarot-Beratungen

„Liebe Lia 💚 Wow, du hast mir so ein grosses Geschenk gemacht mit dem Tarot Reading! Deine Worte und Botschaften fangen erst richtig an sich zu entfalten und es fühlt sich so an, als hätte es mir eine Art den Boden geebnet für meinen Loslösungsprozess jetzt…. Nochmals ein riesengrosses Danke an dich 😘 Alles Liebe!“ L.L.

Tarotkarten dienen als Spiegel und Brücke zu verborgenen Ängsten, Blockaden, Sehnsüchten, die erforscht, gefühlt, gelöst und gelebt werden wollen.

In Einzelsitzungen sind sie neben einem beratendem Gespräch und manchmal auch in Einbezug von Körperarbeit, Schreib- oder Kunsttherapie ein wirksames Werkzeug um zu dem vorzudringen, was in uns verborgen liegt und entdeckt werden will.

Mit Hilfe der Karten erforschen wir gemeinsam Antworten auf Fragen oder betrachten die Frage(n) neu, wir nähern uns an, dem, was wir wollen oder nicht mehr brauchen.

Die momentane Lebenssituation und vorherrschende Energien können genauer betrachtet und erforscht, sowie neue Wege und Lösungsansätze erarbeitet werden.

Online oder offline in Zürich.

Melde dich gerne für mehr Infos bei mir: 076 393 93 28 / lbianchi000@gmail.com

DAS BLUT DER ERDE – DAS BLUT DER FRAU

Ich liege in meinem Bett und blute. Meine Mutter sagt immer, ich solle nicht so offen reden, über Sex oder über meine Menstruation. Tatsächlich spricht man und vor allem auch Frau nicht oft und nicht offen darüber. Darüber, dass Frau blutet – obwohl das (fast) jede von uns monatlich tut. 

Ich hatte lange keinen regelmässigen Zyklus. Da war zu viel Schmerz und vor allem Angst in meinem Schossraum, so habe ich das einmal klar in einer Aya-Reise gesehen-gefühlt. Seit meiner Schwangerschaft bin ich verbunden(er) mir meinem Schossraum und blute regelmässig. 

Vielen ist diese Zeit lästig. Für Mann und Frau. Lästig und schmerzhaft. Für mich ist diese Zeit im Monat auch magisch. Ich fühle mich verbundener mit dem Leben, der Natur, bekomme tiefe Einsichten in das Mysterium des Lebens, klarere Botschaften, lebendige Bilder. 

In dieser Nacht habe ich viel geträumt. Nach einer Flucht aus oder in Amerika stand ich in einem Wald, der vollkommen gerodet wurde. Der Schmerz der Erde war in meinem Körper spürbar. Vom Unterleib bis in die Beine konnte ich mich kaum bewegen. 

In der Morgenmeditation sah ich ähnliche Bilder. Verbrannte Erde. 

Ich sah aber auch dieses Bild: Frauen, die auf dieser verbrannten Erde getanzt haben, frei und wild. Und wie sie geblutet und ihr Blut der Erde geschenkt haben. Jede Frau, die verbunden ist mit ihrem Frausein, eins mit ihrem Zyklus – jede Frau, die sich selbst heilt, heilt die Welt. Das Blut der Frau ist verbunden mit dem Blut der Erde. 

In frühen Zeiten haben wir Frauen tatsächlich zusammen menstruiert. Und haben unser Blut der Erde geopfert, geschenkt, sie und uns und alles was lebt, geheilt. Nichts ist je getrennt. 

So habe ich heute alles – bis auf die Yogastunde am Abend – abgesagt. Bleibe in meinem Bett. Und gehe später in den Wald. Um zu bluten. 

Vielleicht magst du es mir gleich tun – dort wo du gerade bist, dich mit der Erde verbinden und mit dir selbst, mit deinem Schossraum, mit deinem Schmerz, der Angst und mit deiner Kraft, die dort auf dich wartet. 

Sanftes Yoga mit Lia, heute um 19.15 Uhr. Anmeldung per PN. 

HEUTE IM WALD

Ich weiss nicht, wie es euch geht, aber heute fühlten sich bei und in mir anstrengende, widersprüchliche Energien zu Hause. Ich war die meiste Zeit über hektisch-unruhig, gehässig-genervt und ziemlich ruhelos. 

Also bin ich auf in den Wald, mit meiner Trommel und den Karten, querfeldein, ein bisschen abseits von den vielen Menschen. Die Sonne war da und die Äste haben mich gestreift und Schicht für Schicht meinen Unmut über unser Menschsein abgelöst. 

Als ich anfing zu trommeln, war immer noch diese unruhige Energie vorherrschend. Ja, vielleicht tatsächlich über unser Menschsein. Und darüber, dass sich so vieles immer wieder (scheinbar) im Kreis dreht, oder viel zu langsam vorwärts bewegt. 

Ich kenne wilde, fordernde Energien in mir, die mich unermüdlich vorwärts treiben und die Menschen in meinem Umfeld auffordern, es mir gleich zu tun. Schnell und tief zu gehen. 

Der Wald aber war sonderlich ruhig. Ich sass lange in der Sonne, auf dem Boden, erst mit der Trommel, dann bewegungslos still. Ich habe ein Tarot-Reading für eine Freundin gemacht und war sofort wieder verbunden, mit dem Wald, der Stille, der Sonne, mit mir. 

Nichts bleibt je wie es war, alles ist immer in Bewegung, die Hektik, der Unmut, die Wut … nichts kann für immer bleiben und wenn sie kommen – ungefragt unverhofft – diese starken, wirren Energien und Gefühle, dann sollten wir uns ihnen nicht verweigern, sondern ihnen auf ihrer Durchreise GastgeberIn sein, im Wissen, dass sie bald schon ihren Weg fortsetzten werden. 

Habt einen schönen Abend ❤ 

RITUALE – eine wahre Geschichte

Ich mache oft Rituale. Zum Einschlafen, zum Loslassen, um mich zu verbinden (meistens mit mir selber).


Rituale spenden Trost, Schutz und können uns stützen in wilden, rauen Zeiten, oder in Momenten des Abschiedes, sowie des Neuanfanges. Sie können helfen, uns zu fokussieren und unsere Energie auf das zu lenken, was wir uns wünschen.


Braucht es das alles?, frage ich mich manchmal. Steine und Kerzen und Karten.


Nein, ist die Antwort. Natürlich nicht. Aber es kann eine Stütze sein, unseren unruhigen Geist beruhigen, eine Brücke und Krücke, in Zeiten des Übergangs.


Dazu eine wahre Geschichte:


Meine Schwester hat ihren Exfreund gepflegt und in den Tod begleitet. Sie hat tagelang an seinem Bett gesessen und als der Tod nicht mehr weit entfernt schien, war ihre grösste Angst, dass er gehen könnte, dann wenn sie gerade nicht dort ist.


Ich habe ihr geraten, zwei Steine zu suchen und einen Stein ihrem Freund zu geben und den anderen zu behalten. Ihm zu sagen, dass sie verbunden sind, über diese Steine und darüber hinaus und wenn er gehen wolle, wenn sie gerade nicht da sein kann, sei dieser Stein Symbol für die Verbundenheit, die über das physische Dasein hinausgeht.


Sie war skeptisch, ihr Freund sei nicht spirituell.


Am nächsten Tag rief sie mich aufgeregt an. Sie habe an seinem Bett gesessen, durch starke Medikamente sei ihr Freund halb im Delirium gewesen und habe auf ein Bild an der Wand gezeigt. Was das sei, habe er gefragt und dann: sind das Steine? Sind das Lia`s Steine?


Sie hat darauf hin zwei Steine gesucht und ihm den einen gegeben, den anderen behalten. Er ist mit dem Stein in der Hand gestorben – als meine Schwester gerade auf Arbeit war.


Sie trägt ihren Stein nun als Anhänger bei sich, der andere liegt auf seinem Grab.


Natürlich sind ihre Seelen nicht über die Steine verbunden, das wissen wir alle.
Darum geht es auch nicht. Aber unser Mind, der Verstand, der Kopf mit den vielen Fragen braucht manchmal eine Stütze, eine Krücke, Trost und Kraft.


Und dies können wir in Ritualen finden, in Gegenständen, Symbolen. So sanft und liebevoll dürfen wir mit uns sein, verständnisvoll mit unserem Menschsein, das traurig ist, wenn jemand stirbt, auch wenn der spirituelle Teil in uns vielleicht weiss, oder zumindest wissen will ;-), dass es den Tod nicht gibt.


Wenn wir unser Menschsein mit den Ängsten, der Trauer, der Wut, der nie enden wollenden Sehnsucht nach Liebe und Verbundenheit nicht länger verneinen, uns verständnisvoll für uns selbst öffnen, erst dann können wir auch zu dem gelangen, was unser Menschsein übersteigt und es gleichzeitig umschliesst.


Gerne begleite ich dich in Zeiten des Übergangs, des Abschiedes und beim Neuanfang; mit Ritualen, über den Körper, beim Malen, mit Karten und Steinen 😉 Online, via Zoom/Skype oder live in Zürich. Mit oder ohne Maske.


Alles Liebe

Lia

Foto: Abschiedsritual heute, 29.11.2020 Friedhof Witikon

PFLANZEN-LIEBE

Ich habe eine Pflanze, die mir sehr lieb ist: Planta de la vida – Pflanze des Lebens. Sie kommt aus Afrika und wird auch in Peru schon lange als Heilpflanze, zum Beispiel gegen Krebs oder Diabetes eingesetzt. Sie soll auch gegen alle möglichen Virenerkrankungen helfen und bei Corona soll sie präventiv und akut heilend wirken. Ich befinde mich natürlich gerade in einem Selbstversuch 😉

Meine Pflanze hat den Temperaturwechsel Balkon – Wohnzimmer nur schwer verkraftet und fast alle Blätter von sich geworfen. Deshalb habe ich sie ins Schlafzimmer gestellt. Dort, wo ich oft meditiere, Karten lege, still bin. In der Morgenmeditation kam plötzlich das Bild, wie sie neue Triebe schlägt. Als ich sie kurz darauf begrüsst habe (ja das mache ich oft ;-)), habe ich gesehen: neue Blätter. Ich habe mich lange mit ihr gefreut.

Ich habe Menschen gegenüber oft ein grosses Misstrauen. Nähe macht mir immer wieder mal Angst. Auf viele Tiere reagiere ich allergisch.

Mit Pflanzen habe ich bereits als Kind geredet. Bis ich gemerkt habe, das dies für einige komisch ist. Dann habe ich aufgehört.

Um in meinen eigenen vier Wänden wieder damit anzufangen.

Manchmal spüre ich, wenn es ihnen nicht gut geht, ihnen etwas fehlt. Und wenn ich ihnen nicht so Sorge trage, wie sie es bräuchten – oder wie ich mir selbst Sorge tragen sollte. Wir sind nämlich nicht getrennt. Bei den Pflanzen spüre ich diese Verbundenheit deutlich.

Bei den Menschen arbeite ich noch daran 🙂

BILD-PROZESSE

In einem Bild kann sich alles zeigen.

Lachende Gesichter, Trauer, Wut und die plappernde Stimme, die sagt, nichts von all dem ist gut.

In einem Bild wird Kontakt möglich, eine Begegnung mit dir selbst in allen Farben, Formen und Schattierungen. Gerne begleite ich dich in deinem Prozess.

Für An-Fragen und Infos melde dich gerne unter 076 393 93 28 oder lbianchi000@gmail.com