Gedanken über meine Arbeit

Im Gespräch, schreibend, malend, tanzend, mittels Yoga … über den Körper … in Einbezug von Tarotkarten oder Pflanzenmedizin … kann man sich annähern; einem Gefühl, einem Gedanken, allem, was in uns entdeckt werden will. Langsam, kreisförmig.

Manchmal ist es, als würde man im Dunkeln tappen. Da ist etwas, das drückt und zieht, aber es zeigt sich nicht klar, nicht deutlich. Eine Frage quält uns. Lange schon. Eine Sehnsucht bahnt sich ihre Wege. Immer wieder. Dann kann man sich wegdrehen, auf vielerlei Arten: essend, trinkend, sich durch Arbeit, Sport oder Sex ablenken. Zum Beispiel. Oder man wechselt die Richtung und wendet sich zu, sich selbst; dem, was gefühlt werden will. Man kann dazu alleine sein, still werden, sich setzen und schauen, was da sein will, aber manchmal zeigt es sich dadurch nicht, nicht wirklich; verschwommen-unscharf bleibt es in den Tiefen verborgen.

Im Gespräch und/oder durch ein Schreiben ohne zu denken, automatisch, so wie die Dadaisten 1916 das Schreiben als Teil ihrer Kunst genutzt haben, über bewusste Körperübungen oder in Einbezug von Tarotkarten … zeigt „es“ sich manchmal; plötzlich, unerwartet. Durch ein Malen, das keine Idee, kein Produkt als Ziel hat, sondern einfach den Impulsen folgt; Rot über Schwarz, Kreise und Punkte. Über den Körper, mittels Yoga, bewegend, tanzend, schüttelnd, atmend, über die Stimme oder in einer Kombination unterschiedlicher „Hilfsmittel“, bekommt man manchmal plötzlich die Gelegenheit „tiefer“ in sich zu sinken, zu schauen, zu fühlen, was tatsächlich da ist, sich aber denkend und alleine nicht offenbart hat.

Manchmal zeigen sich im Prozess Antworten, neue Wege, unerwartete Möglichkeiten, andere Richtungen, die eingeschlagen und erforscht werden wollen.

Es geht dabei immer darum, sich einzulassen, auf das, was wirklich da ist, zu erforschen, was man so oft und manchmal alleine einfach nicht „sehen“ kann; es geht immer um ein Fühlen, von allem, das gefühlt werden will und um diese Öffnung, die durch das Fühlen geschieht. Und in dieser Öffnung darf alles erscheinen, sich zeigen, konkretisieren, klarer werden.

Durch ein Fühlen, ohne festzuhalten, kann (in uns) Bewegung und ein „Erkennen“ stattfinden, wir werden freier und nehmen wahr wer wir wirklich sind, jenseits von unseren Ängsten, Konzepten, Sehnsüchten und Erwartungen. 

 

 

 

 

 

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